Corona-Impfung in Spanien

Corona-Impfung in Spanien: Auch für Ausländer?

Die Corona-Impfung in Spanien läuft bereits.

Viele Ausländer (vor allem EU-Bürger resident in Spanien) stellen sich die daher Frage, ob sie sich ebenfalls in Spanien impfen lassen können.

Ich bin dieser Frage nachgegangen und geben Ihnen nun im Folgenden einen Überblick darüber, welche Personen wann geimpft werden und welche Aussichten Ausländer und Privatversicherte auf eine Schutzimpfung gegen COVID-19 in Spanien haben.

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Wer entscheidet, welche Personen geimpft werden, wann und wie?

Der Interterritoriale Rat des Nationalen Gesundheitssystems, in dem die Autonomen Gemeinschaften und das Gesundheitsministerium vertreten sind, beschloss im September 2020, dass es in Spanien eine einheitliche Impfstrategie geben soll.

Ferner wurde im Rahmen des Impfprogramms eine multidisziplinäre technische Arbeitsgruppe gebildet, um die Strategie für die Corona-Impfung in Spanien zu erarbeiten.

Wer und Wann wird geimpft?

Die Impfung in Spanien gegen das neue Coronavirus begann am 27. Dezember 2020 in allen autonomen Gemeinschaften.

Da die ersten Impfstoffe gegen COVID-19 nur in begrenzten Mengen zur Verfügung stehen werden, hat die spanische Regierung einen Strategieplan entworfen. Dieser Plan legt eine zeitliche Reihenfolge für die Impfung der Bevölkerung fest.

Die Bewertung erfolgt anhand von Kriterien, die das Risiko einer Ansteckung, einer Übertragung und einer schweren Erkrankung sowie die sozioökonomischen Auswirkungen der Pandemie auf jede Bevölkerungsgruppe berücksichtigen.

Darüber hinaus werden die wichtigsten Aspekte der Logistik, Verteilung und Verabreichung der Impfstoffe, die Kommunikationsaspekte sowie die Überwachung und Auswertung der Impfung festgehalten.

Wie sieht die Impfstrategie aus?

Die Strategie der Impfung gegen COVID-19 besteht grundsätzlich aus drei Phasen, die den Zeitraum und die Priorität der zu impfenden Bevölkerungsgruppen entsprechend der Verfügbarkeit der Impfstoffe bestimmen.

  • Phase 1: bis März: Erste verfügbaren Dosen: Vorrangige Gruppen
  • Phase 2: April bis Juni: Mehr verfügbaren Dosen: Andere vorrangige Gruppen
  • Phase 3: ab Juli: Erweiterter verfügbarer Impfstoff: Rest der vorrangigen Gruppen (Rest der Bevölkerung)

Wer zählt zu den vorrangigen Risikogruppen?

In der Phase 1:

Wenn die Impfstoffe in kleineren Mengen zur Verfügung stehen, werden folgenden Gruppen in der unten aufgeführten Reihenfolge geimpft:

  1. Gruppe: Bewohner und Personal des Gesundheits- und Sozialwesens in Alten- und Pflegeheimen
  1. Gruppe: Personal in der ersten Linie im Gesundheits- und Sozialbereich
  1. Gruppe: Sonstiges Personal im Gesundheits- und Sozialwesen (nicht in der oben genannten Gruppe enthalten), das Tätigkeiten ausübt, die einen engen Kontakt mit Personen erfordern, die mit SARS-CoV-2 infiziert sein könnten.
    • Vorrangig werden Mitarbeiter des Krankenhauses und der Primärversorgung berücksichtigt, die nicht als Frontline-Mitarbeiter gelten. Das Personal der Zahnmedizin, der Dentalhygiene und anderes Gesundheitspersonal, das Personen länger als 15 Minuten ohne Maske betreut, wird ebenfalls geimpft.
  1. Gruppe: Personen, die als hochgradig abhängig gelten (Grad III der Pflegebedürftigkeit, d. h. Bedarf an intensiven Betreuungsmaßnahmen) und derzeit nicht in einer Einrichtung untergebracht sind

In der Phase 2:

Nach der Berücksichtigung der am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen für die Impfung, wird man beginnen, folgende Gruppe zu impfen:

  1. Gruppe: Personen im Alter von 80 Jahre und darüber (Jahrgang 1941 und früher)
  1. Gruppe: Andere aktiv Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen, die jünger als 56 Jahre sind und zu folgenden Gruppen gehören:
  • öffentliche Gesundheitsdienste in der Verwaltung der Pandemie und nicht in der vorherigen Gruppe geimpft;
  • Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen, die zuvor nicht geimpft wurden, einschließlich Dienste der Gesundheitsinspektion, Gerichts- und Rechtsmedizin, private Arztpraxen, häusliche Hilfsdienste, Zentren für Minderjährige und Kindertagesstätten oder gleichwertige Einrichtungen sowie Studenten des Gesundheits- und Sozialwesens, die ein Praktikum absolvieren;
  • Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen aus den folgenden Gruppen: Physiotherapeuten und Ergotherapeuten, Apothekenpersonal, Zahntechniker, Logopäden und klinische Psychologen; Arbeiter der Justizvollzugsanstalt.
  1. Gruppe: Aktive Gruppen mit einer wesentlichen Funktion für die Gesellschaft unter 56 Jahren:
  • Sicherheitskräfte, Notfälle und Streitkräfte (einschließlich Guardia Civil, Policía Nacional, Autonómica y Local, Feuerwehrleute, Techniker der Sicherheitskräfte, Fachleute des Katastrophenschutzes, der Notfälle und der Streitkräfte);
  • Lehrer und Personal der Kleinkinderziehung und der sonderpädagogischen Förderung, einschließlich Lehrer und andere Fachleute, die Schüler betreuen; Lehrer und Personal der Grund- und Sekundarschulen.

Die nächsten Gruppen, die geimpft werden, sind:

  • Personen im Alter zw. 70 und 79 Jahren
  • Personen im Alter zw. 60 und 69 Jahren
  • Personen unter 60 Jahren mit Bedingungen, die ein hohes Risiko für eine schwere Erkrankung durch COVID-19 aufweisen (diese Bedingungen werden in Kürze spezifiziert).
  • Personen zwischen 56 und 59 Jahren
  • Personen zwischen 45 und 55 Jahren
Gruppen der Bevölkerung zu impfen in Spanien
Gruppen der Bevölkerung zu impfen

Eine detailliertere Beschreibung, aus welchen Personen sich die einzelnen Gruppen zusammensetzen, finden Sie in der Actualización 4 del 26/2/2021 de la Estrategia de Vacunación COVID-19 (PDF)

Informationen darüber, wann andere Bevölkerungsgruppen geimpft werden, werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

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Wo wird die Impfung durchgeführt?

Das Gesundheitsministerium („Ministerio de Sanidad“) und die Autonomen Gemeinschaften („Comunidades Autónomas“) planen gemeinsam, wie die Impfung durchgeführt werden soll.

Zunächst werden die Impfstoffe nur in den Gesundheitsdiensten erhältlich sein, wo sie an die vorrangigen Gruppen nach der festgelegten Prioritätsreihenfolge verabreicht werden.

Jede Autonome Gemeinschaft bestimmt den Ort der Impfung entsprechend der zu impfenden Personen.

Hinweis

Der Gesundheitsdienst jeder Autonomen Gemeinschaft wird sich mit den zu impfenden Personen in Verbindung setzen und Termin für die Impfung vergeben. Bis dahin ist es wichtig, das Gesundheitssystem nicht individuell wegen der COVID-19-Impfung zu kontaktieren.

Es ist daher nicht erforderlich, selbst zum Gesundheitszentrum zu gehen oder dort anzurufen.

Idealerweise sollten Sie sich an Ihrem üblichen Wohnort („residencia habitual“) impfen lassen.

Wenn Sie sich zu dem Zeitpunkt, an dem die Impfung fällig ist, nicht an Ihrem Wohnort befinden, sollten Sie sich beim Gesundheitsdienst dieser Autonomen Gemeinschaft nach der Möglichkeit erkundigen, die Impfung zu erhalten.

Ist die Impfung gegen COVID-19 Pflicht?

Nein. Wie bei den anderen Impfungen ist auch die Corona-Impfung in Spanien freiwillig.

Es wird jedoch als wichtig erachtet, Fälle von Impfverweigerung in einem Impfregister zu erfassen, mit dem Ziel, die möglichen Gründe für die Verweigerung in verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu kennen.

Was kostet die Impfung?

Schutzimpfungen sind für alle Bürger kostenlos.

Corona-Impfung in Spanien für Ausländer

Gemäß der spanischen Regierung ist die Impfstrategie eine Strategie für die öffentliche Gesundheit und es ist wichtig, alle in Spanien wohnenden Personen gegen COVID-19 zu impfen.

Bei der Durchimpfung muss in allen Fällen die festgelegte Priorisierung hinsichtlich Risiko, Aussetzung, Alter und anderer in der Strategie enthaltenen Kriterien befolgt werden.

In dieser ersten Phase mit einer begrenzten Anzahl von Dosen werden alle Personen, die zu den bevorzugten bzw. vorrangigen Gruppen gehören, geimpft, unabhängig von ihrer Nationalität oder der Art ihrer Versicherung.

Das bedeutet, dass nun auch Privatversicherte Zugang zur Corona-Impfung in Spanien haben.

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Welche Anmeldung in Spanien ist erforderlich?

Es stellt sich noch die Frage, welche Meldung in Spanien für die Einladung zum Impftermin herangezogen wird.

Reicht die Wohnsitzanmeldung („empadronamiento“) aus oder ist zusätzlich auch die „Residencia“ erforderlich?

Es wird davon ausgegangen, dass in der Regel die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt der Wohnsitzgemeinde Voraussetzung für den Zugang zu einer Impfung über die örtlichen Gesundheitsbehörden ist.

 TIPP: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte eine Anmeldung in der Gemeinde und einen Eintrag im Ausländerregister haben.

Ich bin in Spanien nicht gemeldet. Was dann?

Für sog. Langzeittouristen bzw. Langzeiturlauber ist eine Schutzimpfung gegen COVID-19 im spanischen Impfplan bisher nicht vorgesehen.

Wer also in Spanien geimpft werden will, muss nach derzeitiger Lage in Spanien wohnen bzw. gemeldet sein. Sie müssen in den Registerlisten der Gemeinden und Regionen aufscheinen, damit Ihnen ein Impfzentrum zugewiesen werden kann.

Wenn Sie weder Ihren Wohnsitz bei der Gemeinde angemeldet haben, noch beim Ausländerregister als resident eingetragen sind, können Sie sich mit Sicherheit nicht in Spanien impfen lassen.

Wie erfahre ich, wann ich geimpft werde?

Es gibt Online einen Impfrechner (Omni Calculator), der den Zeitraum ermittelt, in dem bestimmte Personen geimpft werden sollen.

Wenn Sie im Suchfeld „vacuna“ eingeben und dann „Calculadora del Turno de Vacunación en España“ anklicken, kommen Sie zum Rechner für Spanien. Dort müssen Sie einige Fragen beantworten.

Nach der Beantwortung aller Fragen, berechnet der Online-Rechner einen ungefähren Zeitraum für die voraussichtliche Corona-Impfung in Spanien.

Die Entwickler des Rechners weisen aber darauf hin, dass sich der Zeitrahmen je nach dem weiteren Verlauf der Impfkampagne ändern kann.

Anmerkung: Die oben genannten Ausführungen beziehen sich auf die gegenwärtige Impfstrategie der spanischen Regierung. Änderungen bzw. Anpassungen sind jederzeit möglich.

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